Raue Vergangenheit - Ruhmvolle Gegenwart

Die älteste Besiedelung des heutigen Gemeindegebietes liegt rund 7.500 Jahre zurück. Erstmals urkundlich bekannt war St. Margarethen im Jahr 1232 als "Mayad", 1276 wurde dasselbe Gemeindegebiet bereits "Sancta Margareta" genannt.

Die Geschichte meinte es nicht immer gut mit den St. Margarethenern. Die Ortschaft lag in kriegerischen Zeiten zwischen 1529 und 1945 ungünstig: Als die Türken zum Sturm gegen Wien aufbrachen, überrannten sie St. Margarethen, im 16. Jahrhundert fielen immer wieder türkische, magyarische und tartarische Reiterscharen über das Dorf her. Von 1867 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges war "Szentmargitbanya" in ungarischer Hand.

Die jüngste Geschichte brachte dafür nur Gutes. Aus dem einzigartigen Kalksandstein wurden Mitte des 19. Jahrhunderts die großen Ringstraßenbauten in Wien wie die Staatsoper, die Hofburg, das Burgtheater oder der Stephansdom erbaut.

1989 wurde St. Margarethen sogar zum "Ort der Geschichte", als mehr als 600 DDR-Bürger das Tor im "Eisernen Vorhang", der direkt an der Ortschaft entlang verlief, aufdrückten, und damit den Fall des gesamten Südostwalls einleiteten.


Seit 2001 ist der Römersteinbruch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Fertö-Neusiedler See.

 

Buchtipp:

Der Ortshistoriker REG.RAT Josef Altenburger (†) ist Verfasser
einiger Bücher über die Geschichte von St. Margarethen.

Diese Bücher können im Gemeindeamt erworben werden.