Raue Vergangenheit - Ruhmvolle Gegenwart

Die älteste Besiedelung des heutigen Gemeindegebietes liegt rund 750 Jahre zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Sankt Margarethen im Jahr 1232 als "Mayad", 1276 wurde dasselbe Gemeindegebiet bereits "Sancta Margareta" genannt.

Die Ortschaft war wiederholt von kriegerischen Ereignissen betroffen. Als die Türken ihren Feldzug gegen Wien richteten, überrannten sie auch St. Margarethen. Im 16. Jahrhundert fielen immer wieder türkische, magyarische und tartarische Reiterscharen in das Dorf ein. Von 1867 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte "Szentmargitbanya" zu Westungarn.

Der erste und der zweite Weltkrieg brachten auch für die dörfliche Bevölkerung große Not und viele leidvolle und vermutlich auch schuldvolle Erlebnisse. Neben dem Obelisken auf dem St. Margarethener Hauptplatz mit den Namen der Gefallenen und Vermissten der beiden Kriege erinnert ein Gedenkstein beim Eingang zum Friedhof an die "Menschen jüdischen und christlichen Glaubens, deren Leben die Schergen der gnadenlosen Zeit auslöschten. 1944-1945" und mahnt ein ständiges Bemühen ein, "dass diese Zeit ohne Gnade nie wiederkommt".

Die jüngste Geschichte scheint dieser Mahnung Rechnung zu tragen: so haben nicht nur viele St. Margarethener Bewohnerinnen und Bewohner ungarischen Flüchtlingen nach dem Aufstand 1956 tatkräftig und selbstlos geholfen sondern auch den mehr als 600 DDR-Bürgern, die 1989 über die bis dahin noch geschlossene Grenze kamen und damit den Fall des gesamten "Eisernen Vorhangs" einleiteten. So wurde St. Margarethen sogar zu einem "Ort der Geschichte".


Seit 2001 ist der Römersteinbruch Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Fertö-Neusiedler See.

 

Buchtipp:

Der Ortshistoriker REG.RAT Josef Altenburger (†) ist Verfasser
einiger Bücher über die Geschichte von St. Margarethen.

Diese Bücher können im Gemeindeamt erworben werden.