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08.08.2018 Paneuropäisches Picknick St. Margarethen 1989

Direkt neben St. Margarethen verlief der 350 km lange, streng überwachte Eiserne Vorhang. Diese Grenze trennte Ungarn vierzig Jahre lang von der westlichen Demokratie, der freien Welt. Genau vor 29 Jahren, am 19. August 1989, fand das Paneuropäische Picknick statt. Eine Friedensdemonstration, wo das Grenztor an der alten Pressburger Landstraße, zwischen St. Margarethen und Sopronköhida, symbolisch für drei Stunden geöffnet werden sollte. Das Motto der Veranstaltung war „Baue ab und nimm mit“, somit durfte sich jeder Besucher ein Stück des Stacheldrahtes abschneiden und mitnehmen.

Vor dem offiziellen Start des Paneuropäischen Picknicks erschienen Flüchtlinge aus der DDR und durchbrachen die Grenze, gefolgt von hunderten weiteren im Laufe des Nachmittages. Der diensthabende Grenzoffizier bewies Herz und gab keinen Schussbefehl obwohl der Befehl noch gültig war. Dieses Handeln wurde somit zur ersten wirklich spektakulären Aktion der deutschen Wiedervereinigung. Bundeskanzler Helmut Kohl bedankte sich mit folgenden Worten: „Ungarn hat den ersten Stein aus der Mauer gebrochen“.

Die Gedenkstätte ist ein lohnendes Ausflugsziel mit einer schönen Parkanlage, einem Spazierweg mit informativen Schautafeln, der Friedensglocke und verbliebenen Resten des Eisernen Vorhanges.

 

Für mehr Info:

Tourismusbüro St. Margarethen
Hauptstraße 20
7062 St. Margarethen
Tel.: 02680/7060
www.st-margarethen.at, tourismus@st-margarethen.at 

Paneuropäisches Picknick
Ödenburgerstraße
Grenze zu Ungarn

Quelle:
Áttörés Páneurópai Piknik 1989, Durchbruch, Breakthrough, AD-Art Studió, veröffentlich mit Unterstützung des ungarischen Kulutministeriums und der Frankfurt `99 gemeinnützigen GmbH (Budapest)