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Projekt "Leerstandsbelebung"

Die Gemeindeverwaltung erhält immer wieder Anfragen nach Immobilien, Geschäftsflächen oder Bauplätzen. Wir bemühen uns, zu vermitteln und den unterschiedlichen Interessen gerecht zu werden. Wir haben die Leerstände in unserer Gemeinde erhoben und ein Projekt gestartet, das dabei helfen soll, leere oder ungenutzte Gebäude wieder zu beleben. Leerstände unterliegen in der Regel nicht nur einem beständigen Wertverlust, sie beeinträchtigen nicht selten auch das Ortsbild. Die Anzahl der in unserer Gemeinde vorhandenen Leerstände ist nach einer ersten Übersicht beträchtlich!

 Zur Erhaltung lebendiger Ortskerne und eines attraktiven Ortsbildes gehört es, den Gebäudebestand an moderne Nutzungsbedürfnisse (z.B. Wohnen, Geschäftslokale, Gästezimmer, Arbeitsstätten etc.) anzupassen oder Raum für Wohnungssuchende (z.B. junge Familien) zu bieten. Gleichzeitig wird damit die schon vorhandene Infrastruktur (Kanal, Strom und Gas) ausreichend ausgelastet und effizient genutzt.

 Wir haben uns als Gemeinde das Ziel gesetzt, mit Angeboten und Informationen zur Verringerung der Leerstände beizutragen und interessierte Eigentümer zu unterstützen.

Das Projektteam

Unter der Prozessbegleitung von DI Alexander Kuhness hat ein Projektteam, bestehend aus Vertretern der politischen Gemeindeverantwortlichen und interessierten Bürgern seine Arbeit aufgenommen.

Informationsabend

Leerstände als Potenzial erkennen

St. Margarethen im Burgenland investiert in ein viel zu oft vernachlässigtes Thema. Der Belebung von leerstehenden Häusern begegnet die Gemeinde mit einem wegweisenden Pilotprojekt, das auf viel positive Resonanz stößt.

Ziel des Projektes ist es, die vorhandenen Ressourcen der leerstehenden Gebäude wieder zu nutzen, um das Dorf insgesamt und den Dorfkern lebendig zu erhalten.

Ein intensiver Dorferneuerungsprozess und die Überarbeitung des örtlichen Entwicklungskonzeptes waren dem Projekt „Leerstandsbelebung“ vorausgegangen.  Ein eigenes Projektteam, bestehend aus der Gemeindeführung, interessierten BürgerInnen und einer externen Projektbegleitung, widmet sich in St. Margarethen dem Thema auf eine strukturierte und lösungsorientierte Weise. 

Der Leerstand von Häusern wird als Chance gesehen, mit Angeboten und Informationen zur Verringerung der derzeit nicht genutzten Gebäude beizutragen. Verdichtung, Revitalisierung und die Gestaltung von Räumen gelten der Gemeinde als maßgebliche Möglichkeiten für eine<s> </s>positive räumliche Entwicklung.
Aufbauend auf eine umfassende Erhebung der Leerstände sollen ein wachsendes Bewusstsein und konkrete Revitalisierungen nachhaltig positive Impulse setzen! Zentrale Partner sind dabei die HausbesitzerInnen. Sie werden intensiv in eine Sensibilisierung einbezogen und sollen am meisten vom Projekt profitieren.

Am Mittwoch, den 04.03.2020 fand unter dem Motto „Mit der Vergangenheit in die Zukunft“ ein gelungener öffentlicher Informationsabend im Gemeindekeller der Marktgemeinde St. Margarethen statt. Nach Begrüßung der mehr als 80 interessierten BesucherInnen durch Bürgermeister Eduard Scheuhammer erläuterte Projektleiter DI Alexander Kuhness (ARGE Schmidtbauer & Kuhness) die Entstehungsgeschichte des Projekts. Ausgehend von den Anfängen der „Dorferneuerung“ im Jahr 2010 schilderte Kuhness die bisherigen Arbeitsschritte der Arbeitsgruppe in einem gerafften, aber gut nachvollziehbaren Überblick.

Amtsleiter Michael Schalling beschrieb die Unterstützungsmöglichkeiten der Gemeinde für Eigner, die ihren Leerstand „beleben“ möchten, DI Josef Schmidtbauer (A.I.R  Kommunal- und Regionalplanung GmbH) verwies auf den kontinuierlich ansteigenden Werteverlust leerstehender Gebäude und Kuhness illustrierte die Möglichkeiten der Belebung in der Kombination von Altbestand und Neubau anhand von Beispielen aus St. Margarethen und anderen Gemeinden.

Auf vorbereiteten Plakaten konnten die BesucherInnen die vorliegenden Zwischenergebnisse sowie jene Angebote und Nutzungsschwerpunkte, die zukünftig verstärkt in Betracht gezogen werden sollen, durch Vergabe von farbigen Punkten gewichten.

So stehen die Erweiterung der örtlichen Nahversorgung, die Schaffung von Wohnraum und Treffpunkten für „Jung und Alt“ unter Berücksichtigung eines sensiblen Umgangs mit Altbeständen, einer anspruchsvollen Baukultur und Freiraumplanung hoch im Kurs.

Die Resonanz war groß, der Abend lang, das Thema präsent. Das bestätigt, einerseits auf einem richtigen Weg zu sein, und macht anderseits Mut, sich auch weiterhin für das Thema intensiv zu engagieren!