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Musik durch das Trio Unger

Günter Welz mit Laszlo Nagy und Bella Arpad

Die Zeitzeugen Erwin Dunkl und Franz Katter

Laszlo Nagy und die Bürgermeister Strasser und Scheuhammer

Bachkönig, Scheuhammer, Nagy und Welz

20.08.2019 Buchpräsentation im Gemeindeamt

Anlässlich 30 Jahre Fall des eisernen Vorhanges wurde im Gemeindeamt das Buch "Sommer 1989 - Durch den Eisernen Vorhang in die Freiheit" von Wolfgang Bachkönig präsentiert.

Als Ungarn am 2. Mai 1989 bekanntgab, dass man Ende April mit dem Abbau der Grenzanlagen zu Österreich begonnen hatte, nahm die Öffentlichkeit vorerst davon nur wenig Notiz. Niemand ahnte, dass mit dieser Handlung eine geopolitische Neuordnung in Europa eingeleitet werden würde.

Erst nach einer medienwirksamen Durchtrennung des Stacheldrahtes durch Politiker beider Staaten wurde den Menschen in Europa vermittelt, dass dieser Eiserne Vorhang, der in 40 Jahren seines Bestehens zahlreiche Verletzte und Tote gefordert hatte, bald Geschichte sein könnte.

Besonders aufmerksam wurde dieses Geschehen von den Menschen in der DDR verfolgt. Da Ungarn für viele DDR-Bürger als äußerst beliebtes Urlaubsziel galt, kamen mit Beginn des Sommer 1989 die ersten Flüchtlinge durch bereits bestehende Löcher im Stacheldrahtverhau über die Grenze ins Burgenland. Bis zur Öffnung der Schlagbäume (11.September 1989) kam es zu einem wahren Flüchtlingsstrom.

Den Höhepunkt der Flüchtlingswelle gab es am 19. August 1989 an der Grenze zwischen St. Margarethen und Sopron. Während eines Paneuropäischen Picknicks, das vom Ungarischen Demokratischen Forum organisiert wurde, gelangten bei einer temporären Grenzöffnung in nur drei Stunden 750 Flüchtlinge durch ein rostiges Gittertor in die Freiheit. Damals, so berichteten zahlreiche Printmedien und Fernsehanstalten, wurde der erste Stein aus der Berliner Mauer geschlagen.

Obwohl alle Grenzorgane sehr besonnen reagierten, gab es in diesem Sommer dennoch einen schweren Grenzzwischenfall. Am 21. August 1989 forderte diese schreckliche Grenze bei Lutzmannsburg das letzte Todesopfer. Ein Flüchtling wurde nach einem Gerangel mit einem ungarischen Grenzsoldaten tödlich getroffen. 

Der pensionierte Pressesprecher der Landespolizeidirektion Burgenland, ChefInsp in Ruhe, Wolfgang Bachkönig, hat die Ereignisse von damals in seinem Buch: „Sommer 1989….durch den Eisernen Vorhang in die Freiheit“, zusammengefasst und mit insgesamt 53 Zeitzeugen Interviews geführt. Zeitzeugen aus drei Staaten (Ungarn, Österreich, ehemalige DDR) – Flüchtlinge, Helfer, Exekutivbeamte – berichten, was sie einst erlebt haben.

Bürgermeister Eduard Scheuhammer konnte am 8.8.2019 Herrn Bachkönig zur Buchpräsentation im Gemeindeamt St. Margarethen begrüßen. Eine besondere Freude war es, dass auch zahlreiche Zeitzeugen der Ereignisse des 19.8.1989 anwesend waren. Unter anderem konnten einer der Veranstalter des Picknicks, Herr Laszlo Nagy, der kommandierende Oberstleutnant der Grenztruppe, Herr Bella Arpad, sowie die im Buch vorkommenden Zeitzeugen aus St. Margarethen, Franz Katter und Erwin Dunkl begrüßt werden. Durch das Programm führte Günter Welz. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung durch das Trio Daniel, Julia und Linda Unger.

Das Buch ist unter office@aumayer.co.at, Tel.: +43 7744 200 80, zum Preis von € 24,50.- erhältlich.