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Einzug in Jerusalem
Kreuzigung

Passionsspiele

Die Passionsspiele St. Margarethen wurden erstmals im Jahre 1926 im Bauernhof der Familie Unger (Siegendorferstraße 9) unter der Leitung von Pfarrer Josef Kaindlbauer und dem Jungbauern Emmerich Unger durch Jugendliche der Pfarre St. Margarethen aufgeführt.

Im zweiten Aufführungsjahr 1933 machte die Pfarrgemeinde das Gelöbnis, die Passionsspiele alle 10 Jahre zur Aufführung zu bringen, „um sich die Gnade für ein neues, erweitertes Gotteshaus zu erwirken sowie zur religiösen Erneuerung der Pfarrgemeinde und des Heimatlandes“.

1936, 1946 und 1956 wurde die Passion dem Gelöbnis entsprechend im 1929 errichteten Pfarrgemeindehaus (heute Haus Bethanien, Siegendorferstraße 23) dargestellt. Kamen die Besucher in den ersten Spieljahren aus dem Ort und der näheren Umgebung, so konnten 1956 bereits viele Gruppen aus den östlichen Bundesländern Österreichs gezählt werden. Viele Interessierte mussten abgewiesen werden. Dies war der Anstoß für die Suche nach einer neuen Spielstätte.

Auf Anregung des Gründers des 1. Internationalen Bildhauersymposions Karl Prantl übersiedelten die Passionsspiele 1961 in den Römersteinbruch der Esterhazyschen Privatstiftung. In der einzigartigen Naturkulisse des Steinbruchs kann dort den Besuchern ein unmittelbares, fast wirklichkeitsnahes Miterleben der Passion ermöglicht werden.

Seither finden die Aufführungen alle 5 Jahre statt. Die Darstellung der Passion erfolgt ausschließlich durch Laienspieler, die aus allen Alters- und Berufsschichten kommen. Seit 1961 stieg die Zahl der Mitwirkenden kontinuierlich von 300 auf 600, die Zahl der Besucher von 20.000 auf 60.000 im Jahr 2011. Veranstalter der Passionsspiele ist die Pfarre St. Margarethen. Der durch die unentgeltliche Mitarbeit aller Mitwirkenden erzielte Reingewinn wird für pfarrliche, caritative und soziale Projekte verwendet.

Weitere Informationen zum Passionsspiel finden Sie im Internet unter www.passio.at.